Westerbergschule
Belecke

Westerbergschule Belecke

Aktuelles Schulkinder lernen die Geschichte Beleckes – Projekttag wieder ein Erfolg

27. Mai 2026 von Marian Krüper

Ob Stadtmauer, Stadtmuseum, Kirche und Kirchturm, Altes Rathaus, Feuergasse und Geschichtsbrunnen, diese geschichtsträchtigen Orte lernten die Schülerinnen und Schüler der Klassen eins bis drei der Westerbergschule am Sturmtag besser kennen. Besonders gut gefiel ihnen die Aktivitäten der Sturmtagskanoniere. „Was kann man mit Schwarzpulver alles machen?“, diese Frage stellte Till Schenuit den Kindern und die Antworten kamen sofort. Doch als dann das ausgestreute Schwarzpulver auf einem Brett in sekundenschnelle wie ein Lauffeuer abbrannte waren sie doch sichtlich überrascht. Trotz zugehaltener Ohren konnten sie dann noch den Wumms des Handböllers sehr gut hören. Am Rande des Festplatzes hatten die Kanoniere ein Zelt aufgebaut, extra für die Kinder, hier wurde ihnen gezeigt, wie man mit einfachen Mitteln Feuer machen kann. Dazu benötigt man nur einen Feuerstahl, einen scharfkantigen Gegenstand, leicht entzündbares trockenes Stroh und in wenigen Sekunden hat man ein Feuer. Hier gab es auch kleine Stückchen einer Waffel die über dem Lagerfeuer in einer Waffeleisenform zubereitet wurden. Delikat für alle, die es mochten. Dazu spielte Johannes Kappen aus Züschen, ein Freund der Sturmtagskanoniere, zunächst mit seinem Dudelsack und später mit einer Laute Lieder, so wie sie im Mittelalter modern waren. Am Geschichtsbrunnen auf dem Wilkeplatz erklärte Engelbert Stemper von der Nachtwächterzunft die Geschichte Beleckes. Hier ist in Form von sechs Bäumen, die gesamte Stadt-Historie festgehalten. Bildhauer Friejo Müller-Belecke hatte diese Skulpturen 1988 geschaffen. Von der ersten Erwähnung im Jahr 938 n.Ch. über den Sturmtag 1448, dem Stadtbrand von 1805 und der Industrialisierung ist hier alles nachzuvollziehen.
Interessanter war es für die Klasse 1a, erst wurde ihnen gezeigt wie zur Zeit der Soester Fehde ein Feuer gelöscht wurde. Nicht mit einer modern ausgestatteter Feuerwehr, sondern mit Ledereimern, mit denen das Löschwasser aus der Wester in einer langen Menschenreihe den Berg hinaufgereicht wurde. Ein mühseliges Unterfangen, das die Kinder mit Kunststoffeimern an der Drüppelkunte selbst ausprobieren konnten. Wie sich die Belecker vor 578 Jahren gegen den Überfall der Soester Söldner wehrten, wurde ihnen im Alten Rathaus erklärt. Mit Leitern wollten die Söldner über die Stadtmauer klettern, doch sie wurden mit Steinen, Teer und Bienenvölkern erfolgreich in die Flucht geschlagen. Nach den vielen Eindrücken die auf die Schüler gewirkt hatten, liessen sie sich eine Bratwurst im Brötchen gut schmecken.

Text und Fotos: Michael Sprenger

Aktuelles Bodenforscher*innen im Einsatz: Die BNE-AG untersucht unsere Umwelt

6. Mai 2026 von Marian Krüper

Was verbirgt sich eigentlich unter unseren Füßen? Dieser Frage ging die BNE-AG (Bildung für nachhaltige Entwicklung) vor kurzem genauer auf den Grund. Für einen spannenden Projekttag hatten wir das Umweltmobil des LIZ (Landschaftsinformationszentrum Möhnesee) zu Gast an unserer Schule.

Den Bodenschichten auf der Spur
Ausgerüstet mit professionellem Equipment nahmen die Schülerinnen und Schüler verschiedene Standorte unter die Lupe: Sowohl direkt auf dem Schulgelände als auch am Ufer der Wester. Dabei lernten die Kinder, wie unterschiedlich die Bodenschichten aufgebaut sind und wie man die Bodenart bestimmt – von sandig bis lehmig war alles dabei!

Expedition in die Welt der Minis
Nach der Theorie folgte die Praxis: Mit Schaufeln und Becherlupen bewaffnet, machten sich die kleinen Forscher*innen auf die Suche nach den heimlichen Bewohnern des Bodens. Unter dem Mikroskop sowie mit Hilfe von Bestimmungsbüchern und Plakaten wurden die Funde genauestens identifiziert und beobachtet.

  • Entdeckungstour: Krabbeltiere, Würmer und Insekten wurden behutsam gefangen.
  • Forschung: Die Vergrößerung unter dem Mikroskop sorgte für staunende Gesichter.
  • Tierschutz: Nach der Untersuchung wurden alle Bodentiere natürlich unbeschadet in ihre Freiheit entlassen.

Unser Fazit: Natur braucht Platz
Der Vergleich der beiden Standorte lieferte eine wichtige Erkenntnis: Die Artenvielfalt an der Wester ist deutlich ausgeprägter als auf unserem Schulgelände. Während wir am Wasser eine große Vielfalt an Lebewesen entdecken konnten, war die Ausbeute auf dem Schulgelände deutlich geringer.
Dieser Tag hat uns gezeigt, wie wertvoll ein gesunder Boden ist und wie wichtig es bleibt, auch auf unserem Schulgelände mehr Lebensräume für Tiere zu schaffen!

Text und Fotos: Lena Bock